Eine Woche vor unserem geplanten Start wurde unser „Maisenkobel“ zum ersten Mal vollständig in Betrieb genommen.
Was sich nüchtern anhört, war in Wahrheit ein ziemlich emotionaler Moment. Denn auch wenn jede einzelne Komponente bereits mehrfach getestet wurde, ist es doch etwas ganz anderes, wenn plötzlich alles zusammenspielt – wenn aus vielen Einzelteilen ein funktionierendes Gesamtsystem wird.
Wir sind Schritt für Schritt den gesamten Ablauf durchgegangen: Akkus und SD-Karten einlegen, Kameras starten, alles sauber verbauen, den Datenlogger aktivieren, den Stratofinder fixieren.

Dann der nächste große Test: Bewegung. Die Sonde wurde durch Steyr transportiert, um das GPS unter realen Bedingungen zu prüfen. Und tatsächlich – Kameras, Datenlogger und GPS-Modul liefen einwandfrei. Ein kleiner Moment der Unsicherheit kam auf, als das GPS-Backup-Modul zunächst keinen Satelliten fand. Doch im zweiten Anlauf funktionierte auch dieses problemlos.
Seit über fünf Stunden läuft nun zusätzlich ein intensiver Kameratest, um Speicher und Batterielaufzeit final zu überprüfen. Und auch hier zeigt sich: Alles läuft nach Plan.
Nach so vielen Stunden des Tüftelns, Zweifelns, Optimierens und Verbesserns fühlt es sich fast ein wenig surreal an, das jetzt sagen zu können: Technisch steht unserem Projekt nichts mehr im Wege.
Für die spätere Bergung haben wir uns noch ein kleines Extra überlegt – ein AirTag wird in der Sonde verbaut, um die letzten Meter der Suche deutlich zu erleichtern.
Und das vielleicht Schönste an diesem Tag: Auch den Schüler:innen, die beim Zusammenbau dabei waren, war die Freude ins Gesicht geschrieben. Genau in solchen Momenten zeigt sich, dass ein Projekt wie dieses – so verrückt es manchmal auch wirken mag und so viel Zeit es verschlingt – etwas ganz Besonderes ist. Und ja: Für einen kleinen Physiklehrer zahlt sich das alles mehr aus, als man in Worte fassen kann.
