Eintrag 19: Mission accomplished

Es ist vollbracht! Unser Ballon ist gestartet und brachte mehr als 8000 Bilder sowie über 100 Gigabyte Videomaterial aus der Stratosphäre zurück. Alle Systeme funktionierten einwandfrei. Flugroutenberechnung und tatsächliche Flugroute stimmten nahezu perfekt überein.

In den nächsten Tagen wird mit der genauen Auswertung der Daten begonnen. Man darf also gespannt sein!

Alle Infos findet man unter www.brgsteyr.at

Eintrag 18: Fluggenehmigung erhalten – Start planmäßig um 12:00 (CEST)

Es ist endlich soweit, 8 Monate haben Schüler:innen und Lehrer:innen gemeinsam an diesem Projekt gearbeitet. Heute startet unsere Raumsonde.

Alles ist bereit.

Die Austrocontrol gibt für heute 24.04.2026 grünes Licht. Die Flugroutenberechnung sagt 41km Richtung Süden voraus.

Kartendaten © 2026 Google

Alle Flugzeuge bekommen heute ein NOTAM ins Cockpit über unseren Flug gemeldet:

Wir freuen uns riesig auf den Start!!!

Eintrag 17: Checkliste für den Start

Noch ein paar Mal schlafen – dann ist es endlich soweit. Die Spannung ist längst nicht mehr zu übersehen. Besonders im Physiksaal ist die Vorfreude bereits spürbar. Die Wetterprognosen zeigen derzeit gutes Wetter.

Diese Woche steht ganz im Zeichen der letzten Vorbereitungen. Im Unterricht werden die finalen Details unseres großen Flugprojekts durchgesprochen. Gemeinsam mit der 4D haben wir eine umfassende Checkliste für den Starttag erstellt – und dabei wurde schnell klar: Es sind oft die kleinen Dinge, die am Ende den Unterschied machen. Von der technischen Überprüfung bis hin zur Organisation vor Ort gibt es noch einiges zu bedenken.

Auch an der Raumsonde selbst hat sich Entscheidendes getan. Heute wurde der Fallschirm montiert und sorgfältig mit der Aufhängung verbunden. Ein wichtiger Schritt, denn er sorgt später für eine sichere Rückkehr der Sonde zur Erde.

Dabei spielt auch die Einhaltung von Vorschriften eine zentrale Rolle. Laut SERA-Verordnung für die Luftfahrt muss sich die Sonde im Notfall mit einer maximalen Kraft von 230 Newton vom Fallschirm lösen lassen. Um diese Anforderung zu erfüllen, wurde eine sogenannte Sollbruchstelle eingebaut – ein bewusst eingeplanter „schwacher Punkt“ im System. Zum Einsatz kommt hier eine spezielle Ballonschnur mit einer Zugfestigkeit von 180 Newton. Sie stellt sicher, dass im Ernstfall die Verbindung kontrolliert nachgibt.

Die Probleme mit dem GPS Tracker sollten durch den Austausch durch ein anderes Modell nun auch behoben sein. Die letzten Tests zeigen eine genaue kontinuierliche Aufzeichnung alle 2,5 Minuten durch unseren SPOTTRACE.

Eintrag 16: Preflight Test 1 – check

Eine Woche vor unserem geplanten Start wurde unser „Maisenkobel“ zum ersten Mal vollständig in Betrieb genommen.

Was sich nüchtern anhört, war in Wahrheit ein ziemlich emotionaler Moment. Denn auch wenn jede einzelne Komponente bereits mehrfach getestet wurde, ist es doch etwas ganz anderes, wenn plötzlich alles zusammenspielt – wenn aus vielen Einzelteilen ein funktionierendes Gesamtsystem wird.

Wir sind Schritt für Schritt den gesamten Ablauf durchgegangen: Akkus und SD-Karten einlegen, Kameras starten, alles sauber verbauen, den Datenlogger aktivieren, den Stratofinder fixieren.

Dann der nächste große Test: Bewegung. Die Sonde wurde durch Steyr transportiert, um das GPS unter realen Bedingungen zu prüfen. Und tatsächlich – Kameras, Datenlogger und GPS-Modul liefen einwandfrei. Ein kleiner Moment der Unsicherheit kam auf, als das GPS-Backup-Modul zunächst keinen Satelliten fand. Doch im zweiten Anlauf funktionierte auch dieses problemlos.

Seit über fünf Stunden läuft nun zusätzlich ein intensiver Kameratest, um Speicher und Batterielaufzeit final zu überprüfen. Und auch hier zeigt sich: Alles läuft nach Plan.

Nach so vielen Stunden des Tüftelns, Zweifelns, Optimierens und Verbesserns fühlt es sich fast ein wenig surreal an, das jetzt sagen zu können: Technisch steht unserem Projekt nichts mehr im Wege.

Für die spätere Bergung haben wir uns noch ein kleines Extra überlegt – ein AirTag wird in der Sonde verbaut, um die letzten Meter der Suche deutlich zu erleichtern.

Und das vielleicht Schönste an diesem Tag: Auch den Schüler:innen, die beim Zusammenbau dabei waren, war die Freude ins Gesicht geschrieben. Genau in solchen Momenten zeigt sich, dass ein Projekt wie dieses – so verrückt es manchmal auch wirken mag und so viel Zeit es verschlingt – etwas ganz Besonderes ist. Und ja: Für einen kleinen Physiklehrer zahlt sich das alles mehr aus, als man in Worte fassen kann.

Eintrag 15: Testen, testen, testen

Der Start unseres Stratosphärenballons rückt immer näher. Damit wir für möglichst viele Eventualitäten gerüstet sind, wird derzeit in vielen Physikeinheiten das Equipment getestet. So werden die Kameras, der Datenlogger und die GPS-Sender auf Herz und Nieren getestet. Auch der Start wird mit kleinen Pilotballonen geübt und dabei vor allem das Verhalten eines Ballons beim Aufsteigen. Die Ballone sind dabei an leichten Schnüren befestigt und sollen uns Aufschluss über das Windverhalten über dem Schuldach geben.

Eintrag 14: Das Design der Sonde ist fertig

Unter der Leitung von Prof. Prieler wurde im Unterricht in Kunst und Gestaltung unsere Stratosphärensonde mit dem Schuldesign ausgestattet. Am 13. und 14. April wird die Sonde nun zusammengebaut und alle Systeme auf Funktion überprüft. Die ersten Wetterkarten zeigen (auch wenn natürlich noch sehr ungenau) sonniges Wetter rund um den Starttermin. Die aktuelle Flugroutenberechnung gibt einen Landeort in der Nähe von Lunz am See an. Man darf also gespannt bleiben.

Eintrag 13: Danke an unsere Sponsor:innen

Ein solches Projekt ist mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden. Neben der intensiven Planung und Organisation stellt vor allem die finanzielle Seite eine große Herausforderung dar. Für eine Schule sind die anfallenden Kosten kaum allein zu stemmen – bis ein Ballon tatsächlich starten kann, entstehen Ausgaben von mehreren tausend Euro.

Gerade in solchen Fällen sind Sponsor:innen von unschätzbarem Wert. Ohne ihre Unterstützung wäre die Umsetzung dieses Projekts in dieser Form nicht möglich.

Daher möchten wir an dieser Stelle unseren herzlichen Dank aussprechen: Vielen Dank, dass Sie unser Projekt unterstützen und damit zahlreichen Schüler:innen die Möglichkeit geben, aktiv daran teilzunehmen. Ihr Engagement trägt dazu bei, wertvolle Erfahrungen zu ermöglichen und Begeisterung für Wissenschaft und Technik zu wecken.

Eintrag 12: Die Fertigstellung rückt näher

Beim BRG-Stratos-Projekt ist in den letzten Wochen richtig viel passiert. Nach einem Verbesserungsauftrag im Zuge der Einreichung bei Austro Control wurde der Antrag im Februar überarbeitet und erfolgreich erneut eingereicht. Damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung Start geschafft.

Auch technisch ging es ordentlich voran: Der Prototyp wurde weiterentwickelt und erstmals komplett zusammengebaut. Besonders spannend war dabei der erste vollständige Test der Elektronik – mit Erfolg: Alle Systeme konnten in Betrieb genommen werden.

Kreativität war ebenfalls gefragt: Die 7. Klassen entwarfen im DG-Unterricht ein maßgeschneidertes Inlay, das für die sichere Aufbewahrung der Akkus und des Datenloggers sorgt.

Ein weiterer Meilenstein folgte beim Wiegen der Ballonsonde. Durch gezielte Optimierungen konnte die Nutzlast auf 1600 g reduziert werden – und liegt damit deutlich unter der erlaubten Höchstgrenze von 2000 g.

Doch damit nicht genug: In den kommenden Tagen wird die Raumsonde im KuG-Unterricht auch optisch den letzten Schliff erhalten.

Der Countdown läuft: Am 13. und 14. April stehen der finale Zusammenbau sowie die abschließenden Tests an – dann ist das Team bereit für den nächsten großen Schritt.

Eintrag 11: Prototypenbau

In den letzten Wochen wurde mit dem Bau des Prototypen begonnen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass nichts unkontrolliert vom Ballon fallen kann. Daher wurden sämtliche Experimentierhalterungen mit Sicherheitsschnüren gesichert und alle Kamerahalterungen verschraubt. Auch der Deckel wurde mit M4 Gewindestangen befestigt. In den nächsten Wochen wird dann mit dem Bau der richtigen Nutzlast begonnen. Dies erfolgt an einigen Nachmittagen mit interessierten Schüler:innen.

Eintrag 10: Logo

In den letzten Wochen hat sich viel getan. Der erste Antrag auf eine Abfluggenehmigung wurde bei der Austrocontrol eingebracht. Währenddessen wurde von unseren Schüler:innen gemeinsam mit Prof. Kreundl das Logo für unser Projekt designed. Die Grafikfirma „Die Besorger“ überarbeitete das Logo dann noch professionell, sodass wir es hier nun voller Freude präsentieren können.

Vielen Dank an alle Schüler:innen, Prof. Kreundl und an die Grafiker:innen von „Die Besorger“, die für unser Projekt daran gearbeitet haben!