Nachdem das Projekt immer konkretere Formen annimmt, konnten wir nun unseren Projektantrag bei der Austrocontrol einreichen. Jetzt heißt es abwarten und Tee trinken. Im Anhang mussten auch Detailskizzen der Nutzlast angegeben werden.

Nachdem das Projekt immer konkretere Formen annimmt, konnten wir nun unseren Projektantrag bei der Austrocontrol einreichen. Jetzt heißt es abwarten und Tee trinken. Im Anhang mussten auch Detailskizzen der Nutzlast angegeben werden.

Für manche gerade in der Weihnachtszeit ein Gruselszenario, für uns aber ein ganz wichtiger Aspekt in der Vorbereitung für unseren Flug – das genaue Wiegen aller Bestandteile der Nutzlast.
Dazu gehören unter anderem:
Das exakte Gesamtgewicht der Nutzlast ist entscheidend, um später das benötigte Helium- bzw. Ballongasvolumen und die zu erwartende Steiggeschwindigkeit korrekt berechnen zu können. Nur wenn die Gewichtsdaten präzise erfasst werden, kann die Mission sicher und erfolgreich geplant werden. Weiters ist es auch wichtig, unter der Grenze von 2,5 kg Nutzlast zu bleiben, um alle Restriktionen eines leichten Wetterballons zu erfüllen.

Weihnachten und Ostern fielen heuer in den Oktober. Der Postbote half dem Steyrer Christkindl und brachte ein großes Paket mit technischem Equipment für unser Projekt. Mit dabei auch der Ballon aus natürlich abbaubarem Naturkautschuk. Er wird sich in der Stratosphäre auf 14 Meter Durchmesser ausdehnen. Damit er keine Risse bekommt, muss er mit Handschuhen angegriffen werden. Weiters liegen der Datenlogger, die Tracking-Module und eine erste Kamera zum Testen bei. Jetzt kann’s so richtig losgehen.
Da das Paket zum Schulinventar gehört, bekam es auch ein Inventar-Pickerl.

Schon kurz nach dem Kick-off sprudelten die ersten Ideen. Welche Kameras sollen wir verwenden? Wie schützen wir die Elektronik vor -60 °C? Welche Messdaten sind spannend? Wie gestalten wir die Außenhülle der Sonde?
Ein besonders schönes Zeichen für die Dynamik des Projekts: Bereits am Tag nach der ersten Besprechung meldeten sich die ersten Eltern mit Angeboten, ihre Expertise einzubringen – von Technik über Meteorologie bis hin zu Elektronik. Dieses Projekt verbindet also nicht nur die Klassen und Fächer, sondern die ganze Schulgemeinschaft.


Der Kick-off im Oktober war ein besonderer Moment: Zum ersten Mal hörten alle Klassen vom „Stratos-Projekt“. Im Physikunterricht wurde das Projekt vorgestellt. Die Klassen waren voll mit neugierigen Gesichtern. Unzählige Fragen sollten beantwortet werden und manche wollten sogleich mit dem Bau beginnen.
Was uns am Projekt vorantreibt? Die Vielfalt der Aufgaben: Alle können sich mit ihren Fähigkeiten in dieses Projekt einbringen.
Damit knapp 800 Schüler:innen zusammenarbeiten können, braucht es einen klaren Zeitplan. Nach mehreren Besprechungen entstand ein Jahresfahrplan, der das Projekt Schritt für Schritt begleitet.
Die wichtigsten Meilensteine:




Schon in den ersten Wochen wurde klar: Ein Stratosphärenflug ist weit mehr als ein Bastelprojekt. Es gibt eine ganze Menge zu beachten – und wir lernen jeden Tag dazu.
Zu den ersten Herausforderungen zählen:
Am BRG Steyr beginnt ein außergewöhnliches Schuljahr: Gemeinsam mit allen Klassen gestalten wir ein Großprojekt, das die gesamte Schulgemeinschaft einbezieht – wir bauen einen Wetterballon, der rund 40.000 Meter hoch bis in die Stratosphäre aufsteigen soll. Fast 800 Schüler:innen sowie Lehrkräfte aus unterschiedlichsten Fachbereichen arbeiten über Monate hinweg zusammen.
Warum dieser Aufwand?
Weil Wissenschaft nicht nur gelernt, sondern erlebt werden soll. Von physikalischen Berechnungen über die technische Konstruktion der Sonde bis zur Auswertung von Messdaten und spektakulären Videoaufnahmen – dieses Projekt ermöglicht Einblicke in echte Forschung. Und es berührt fast alle Unterrichtsgegenstände, vom Physiksaal bis zum Kunstunterricht.
Unser Ziel: Den Ballon am 24. April 2026 im Rahmen der Langen Nacht der Forschung starten zu lassen.
von David Schuller
Wir hatten doch alle schon mal den Gedanken, eine Rakete zu bauen. Leider können wir selbst aus eigener Erfahrung sagen, dass dies meist schwieriger umzusetzen ist, als es auf den ersten Blick erscheint. In diesem Blog-Post wollen wir euch zeigen, wie ihr, hoffentlich ohne unsere Fehler nachzumachen, selbst eine bauen könnt.
1. Materialien
2. Beschreibung
Zuerst schneidest du bei einer der beiden größeren Flaschen den Flaschenhals ab und hebst diesen auf, falls du einen Fallschirm machen möchtest. Schneide nun auch den Boden weg und klebe mithilfe des Klebers – wir empfehlen Heißkleber in Kombination mit Panzertape – die zweite Flasche mit dem Flaschenhals nach unten in die abgeschnittene Flasche. Wenn du einen Korken gefunden hast, der perfekt in die Flaschenöffnung passt, bohre ein so großes Loch in diesen, dass das Ventil hineinpasst. Um zu verhindern, dass während der Benutzung dennoch Luft aus der Flasche austritt, empfehlen wir, den Korken zusätzlich mit Heißkleber und Isolierband zu umwickeln. Klebe das Ventil so in den Korken, dass beim Verschließen der Flasche die Öffnung, aus der die Luft kommt, im Inneren ist.
Damit du den Start deiner Rakete ohne Komplikationen durchführen kannst, solltest du am besten dafür sorgen, dass deine Finnen stabiler sind als unsere – von Papierfinnen ist abzuraten! Dies erreichst du, in dem du 2 kleine Wasserflaschen halbierst und sie innen mithilfe von Holzstäbchen stabilisierst. Klebe diese anschließend so auf deine Rakete, dass sie am unteren Teil so weit überstehen, wie deine Hand breit ist.
Falls du noch einen Fallschirm bauen möchtest, schneidest du einfach einen sehr großen Kreis aus dem Müllsack. Schneide dann am Rand des Kreises 8 gleich verteilte Löcher und befestige jeweils eine 50 cm lange Schnur an jedem Loch. Binde nun die freien Enden der Schnüre zusammen und befestige diesen Knoten mit Panzertape am oberen Ende deiner Rakete. Zum Schluss nimmst du noch den Flaschenhals, den du anfangs aufgehoben hast, und faltest den Fallschirm so, dass er in diesen hineinpasst. Nur noch den Flaschenhals oben auf deine Rakete stecken und beachten, dass der Fallschirm nicht zu fest sitzt.
Weitere Details sind im untenstehenden Video zu finden.
3. Start
Suche dir am besten draußen einen Platz, wo du nichts zerstören kannst, und stelle die beiden Plastikschüsseln einander gegenüber so auf, dass du deine Rakete darauf stellen, aber trotzdem die Fahrradpumpe am Ventil befestigen kannst. Befülle nun deine Rakete zur Hälfte mit Wasser und verschließe die Öffnung mit dem Korken. Du startest die Rakete, indem du die Fahrradpumpen an das Ventil anschließt und so lange pumpst, bis die Rakete wegfliegt.
4. Erklärung
Dadurch, dass die Flasche beinahe luftdicht verschlossen ist, erhöht sich der Druck: Da das Ventil die Luft, die hineingepumpt wird, nicht wieder ausströmen lässt, steigt der Druck an, bis der Korken hinausgepresst wird – die Rakete startet.



Foto- und Videocredit: © by BRG Steyr Michaelerplatz