Es ist vollbracht! Unser Ballon ist gestartet und brachte mehr als 8000 Bilder sowie über 100 Gigabyte Videomaterial aus der Stratosphäre zurück. Alle Systeme funktionierten einwandfrei. Flugroutenberechnung und tatsächliche Flugroute stimmten nahezu perfekt überein.
In den nächsten Tagen wird mit der genauen Auswertung der Daten begonnen. Man darf also gespannt sein!
Noch ein paar Mal schlafen – dann ist es endlich soweit. Die Spannung ist längst nicht mehr zu übersehen. Besonders im Physiksaal ist die Vorfreude bereits spürbar. Die Wetterprognosen zeigen derzeit gutes Wetter.
Diese Woche steht ganz im Zeichen der letzten Vorbereitungen. Im Unterricht werden die finalen Details unseres großen Flugprojekts durchgesprochen. Gemeinsam mit der 4D haben wir eine umfassende Checkliste für den Starttag erstellt – und dabei wurde schnell klar: Es sind oft die kleinen Dinge, die am Ende den Unterschied machen. Von der technischen Überprüfung bis hin zur Organisation vor Ort gibt es noch einiges zu bedenken.
Auch an der Raumsonde selbst hat sich Entscheidendes getan. Heute wurde der Fallschirm montiert und sorgfältig mit der Aufhängung verbunden. Ein wichtiger Schritt, denn er sorgt später für eine sichere Rückkehr der Sonde zur Erde.
Dabei spielt auch die Einhaltung von Vorschriften eine zentrale Rolle. Laut SERA-Verordnung für die Luftfahrt muss sich die Sonde im Notfall mit einer maximalen Kraft von 230 Newton vom Fallschirm lösen lassen. Um diese Anforderung zu erfüllen, wurde eine sogenannte Sollbruchstelle eingebaut – ein bewusst eingeplanter „schwacher Punkt“ im System. Zum Einsatz kommt hier eine spezielle Ballonschnur mit einer Zugfestigkeit von 180 Newton. Sie stellt sicher, dass im Ernstfall die Verbindung kontrolliert nachgibt.
Die Probleme mit dem GPS Tracker sollten durch den Austausch durch ein anderes Modell nun auch behoben sein. Die letzten Tests zeigen eine genaue kontinuierliche Aufzeichnung alle 2,5 Minuten durch unseren SPOTTRACE.
Eine Woche vor unserem geplanten Start wurde unser „Maisenkobel“ zum ersten Mal vollständig in Betrieb genommen.
Was sich nüchtern anhört, war in Wahrheit ein ziemlich emotionaler Moment. Denn auch wenn jede einzelne Komponente bereits mehrfach getestet wurde, ist es doch etwas ganz anderes, wenn plötzlich alles zusammenspielt – wenn aus vielen Einzelteilen ein funktionierendes Gesamtsystem wird.
Wir sind Schritt für Schritt den gesamten Ablauf durchgegangen: Akkus und SD-Karten einlegen, Kameras starten, alles sauber verbauen, den Datenlogger aktivieren, den Stratofinder fixieren.
Dann der nächste große Test: Bewegung. Die Sonde wurde durch Steyr transportiert, um das GPS unter realen Bedingungen zu prüfen. Und tatsächlich – Kameras, Datenlogger und GPS-Modul liefen einwandfrei. Ein kleiner Moment der Unsicherheit kam auf, als das GPS-Backup-Modul zunächst keinen Satelliten fand. Doch im zweiten Anlauf funktionierte auch dieses problemlos.
Seit über fünf Stunden läuft nun zusätzlich ein intensiver Kameratest, um Speicher und Batterielaufzeit final zu überprüfen. Und auch hier zeigt sich: Alles läuft nach Plan.
Nach so vielen Stunden des Tüftelns, Zweifelns, Optimierens und Verbesserns fühlt es sich fast ein wenig surreal an, das jetzt sagen zu können: Technisch steht unserem Projekt nichts mehr im Wege.
Für die spätere Bergung haben wir uns noch ein kleines Extra überlegt – ein AirTag wird in der Sonde verbaut, um die letzten Meter der Suche deutlich zu erleichtern.
Und das vielleicht Schönste an diesem Tag: Auch den Schüler:innen, die beim Zusammenbau dabei waren, war die Freude ins Gesicht geschrieben. Genau in solchen Momenten zeigt sich, dass ein Projekt wie dieses – so verrückt es manchmal auch wirken mag und so viel Zeit es verschlingt – etwas ganz Besonderes ist. Und ja: Für einen kleinen Physiklehrer zahlt sich das alles mehr aus, als man in Worte fassen kann.
Der Start unseres Stratosphärenballons rückt immer näher. Damit wir für möglichst viele Eventualitäten gerüstet sind, wird derzeit in vielen Physikeinheiten das Equipment getestet. So werden die Kameras, der Datenlogger und die GPS-Sender auf Herz und Nieren getestet. Auch der Start wird mit kleinen Pilotballonen geübt und dabei vor allem das Verhalten eines Ballons beim Aufsteigen. Die Ballone sind dabei an leichten Schnüren befestigt und sollen uns Aufschluss über das Windverhalten über dem Schuldach geben.
Unter der Leitung von Prof. Prieler wurde im Unterricht in Kunst und Gestaltung unsere Stratosphärensonde mit dem Schuldesign ausgestattet. Am 13. und 14. April wird die Sonde nun zusammengebaut und alle Systeme auf Funktion überprüft. Die ersten Wetterkarten zeigen (auch wenn natürlich noch sehr ungenau) sonniges Wetter rund um den Starttermin. Die aktuelle Flugroutenberechnung gibt einen Landeort in der Nähe von Lunz am See an. Man darf also gespannt bleiben.
Am Freitag, den 24. April 2026 wird österreichweit die diesjährige Ausgabe der Langen Nacht der Forschung stattfinden, an der auch das BRG Steyr Michaelerplatz teilnehmen wird.
An unserem Ausstellungsstandort werden folgende Stationen zum Staunen, Entdecken und Mitmachen angeboten:
Lust auf Experimente? Gemeinsam mit unseren Besucher:innen werden wir in unseren Science Shows in die faszinierende Welt der Naturwissenschaften eintauchen und dabei spannende Experimente aus der Physik und Chemie hautnah erleben.
Lust auf Wissenschaft? Diese Station gibt Interessierten Einblicke in die (vor-)wissenschaftliche Arbeit am BRG Steyr Michaelerplatz, wobei ausgewählte abschließende Arbeiten sowie Projekte aus dem Schulalltag vorgestellt werden. Außerdem hat unsere Schule im laufenden Schuljahr einen Wetterballon selbst geplant und konstruiert, dessen Start für diesen Tag geplant ist. Bei der Langen Nacht der Forschung werden wir voraussichtlich erste Messergebnisse präsentieren. Weiters durfte eine Schülerin des BRG Steyr Michaelerplatz im Oktober 2025 im Rahmen des Wettbewerbs „Astronaut for a Day“ bei einem Parabelflug das Gefühl der Schwerelosigkeit hautnah erleben. An diesem Abend wird sie über ihre Erlebnisse berichten. Die Station zeigt darüber hinaus eines der Ergebnisse des Projekts „Ready, Set, Re‑Make!“. Jugendliche der Junior Maker Pioneers verwandelten in Teams alte Go‑Karts in vollständig neu aufgebaute, elektrifizierte und technisch erweiterte E-Karts. Eines dieser Fahrzeuge kann im Rahmen der Veranstaltung live erlebt werden.
Wie kann man LEGO Mindstorms-Roboter bauen und programmieren? Wussten Sie, dass man aus LEGO-Bausteinen nicht nur Roboter bauen, sondern diese auch programmieren kann? Bei dieser Mitmachstation können kleine und große Besucher:innen LEGO-Roboter bauen und ihnen mithilfe einer einfach verständlichen, blockbasierten Software Leben einhauchen.
Wie wird ein Podcast produziert? Wir alle konsumieren täglich audiovisuelle Inhalte in Form von Fernsehen, Radio und Streaming. Am BRG Steyr Michaelerplatz werden neben Fotos und Videos auch Podcasts produziert, welche wir bei dieser Station vorstellen möchten. Besucher:innen haben die Chance, unseren Produzent:innen über die Schulter zu blicken und Interviews zu führen, welche wir nach dem Event in Form eines Podcasts veröffentlichen werden. Möchten Sie eine spannende Story erzählen oder Ihre Faszination für Naturwissenschaften und Technik mit uns teilen? Dann sind Sie bei dieser Station genau richtig!
Die Veranstaltung wird in unserem Schulgebäude (Michaelerplatz 6, 4400 Steyr) stattfinden und von 17:00 bis 23:00 Uhr dauern (letzter Einlass: 22:00 Uhr).